Verfasst: 10 Aug 2010 9:13 ____________________________________________________________________________________________Sehr geehrte Frau P.,
bitte entschuldigen Sie die späte Antwort auf Ihre telefonische Beschwerde. Eine Kontaktaufnahme zu Herrn Schumann, dem zuständigen Bearbetier in der Stadt Chemnitz, war nach Ihrem Anruf urlaubsbedingt nicht direkt erfolgreich. Inzwischen habe ich mit Herrn Schumann das Problem nochmals erörtert und möchte Ihnen kurz über den Sachstand berichten.
Zuständig für die Bearbeitung des Beschwerdefalls ist - wie bereits telefonisch besprochen - die Stadt Chemnitz. Das LfULG kann und darf nicht aus eigener Initiative heraus bei Beschwerdefällen tätig werden. Amtshilfe mit der hier vorhandenen Technik können wir in besonderen Fällen erst bei konkreter Anforderung durch die Landkreise und Städte leisten.
Ich habe den von Ihnen per Telefon geschilderten Sachverhalt mit Herrn Schumann ausführlich besprochen - auch die bereits von ihm durchgeführten Messungen und Recherchen. Es besteht das Angebot seitens der Stadt Chemnitz, dass bei erheblichen Beschwerden über den Brummton, eine erneute Messung auch kurzfristig durchgeführt werden kann. Sowohl die Messtechnik als auch die Fachkompetenz zur (nicht einfachen) Ermittlung tieffrequenter Schallereignisse steht bei Hr. Schumann zweifelsfrei zur Verfügung. Wie Ihnen bekannt wurden auch bereits umfangreiche Untersuchungen zu möglichen Ursache für das Brummen und den Pfeifton durchgeführt, die bislang keine Grenzwertüberschreitung ergaben. Ich möchte Sie daher nochmals ermutigen, sich direkt an den Ansprechpartner in der Stadt Chemnitz zu wenden, wenn die Brumm- und Pfeifereignisse von Ihnen als sehr stark wahrgenommen werden, um damit eine Messung zu ermöglichen, mit der ggf. eine Grenzwertüberschreitung erfasst werden kann.
Die von Ihnen beschriebenen Phänomene bei der Wahrnehmung des Brummens deuten auf Einwirkungen tieffrequenter Geräusche hin. Sollten Sie die Ereignisse noch nicht detailliert dokumentieren, so ist es hilfreich und wichtig, wenn Sie sich die Tage und Zeiten mit besonders starkem Brummereignis sowie möglichst auch die Wetterlage (Regen, Nebel o.ä.) notieren. Gleiches gilt auch für das Phänomen des "morseartigen Pfeiftons". Beim Brummtonereignis helfen darüber hinaus Informationen über die Wahrnehmung in der Wohnung - die genauen Orte mit der stärksten empfundenen Einwirkung (sind es die Ecken bzw. wandnahen Bereiche eines bestimmten Zimmers, gibt es Unterschiede zwischen Zimmermitte und Wandbereiche, wie ist die Wahrnehmung außerhalb Ihrer Wohnung etc...). Diese Aufzeichnungen scheinen aufwändig und wenig zielführend bei der Beseitigung der Belastung, sie sind jedoch für die Behördenmitarbeiter ein wichtiges Hilfsmittel bei der Ursachenfindung, gerade wenn die Quellen nicht zweifelsfrei lokalisiert sind.
Die genannte Mobilfunkanlage als Ursache für das Brummen erscheint mir aus der Ferne betrachtet und ohne genaue Ortskenntnis unwahrscheinlich, da solche Anlagen keine Geräusche emittieren (ggf. nur durch die Kühlungs- und Lüftungstechnik, was aber bereits durch die Stadt Chemnitz abgeklärt ist). Behördliche Maßnahmen gegen einen Betreiber können erst dann erfolgen, wenn Indizien zweifelsfrei auf den Verursacher hindeuten und eine Überschreitung von Grenzwerten bzw. das Nichteinhalten des Standes der Technik dokumentiert ist.
Unabhängig von meinen Ausführungen in dieser Email wird Hr. Schumann nochmals Kontakt mit Ihnen aufnehmen und die weitere Vorgehensweise besprechen.
Mit freundlichen Grüßen,
Andreas Rink
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SÄCHSISCHES LANDESAMT FÜR UMWELT, LANDWIRTSCHAFT UND GEOLOGIE
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www.sachsen.de/lfulgSehr geehrte Frau P.,
wie telefonisch besprochen, sende ich Ihnen beiliegend meine Kontaktdaten.
Ergänzend habe ich einige Daten zur Sendeanlage in der Augsburger Str. 26 nachgeschlagen: Die Antennen von o2 sind seit Mitte 2006 in Betrieb. Jeweils im April 2008, April 2009 und Dezember 2009 haben technische Anpassungen stattgefunden.
Ich lege Ihnen noch die Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur bei. Eine vom Bundesamt für Strahlenschutz veröffentliche Stellungnahme zum Thema Sinnesorgane lege ich ebenfalls bei.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Freundliche Grüße
Frank Schönborn
Dr. Frank Schönborn Mobilfunk und Umwelt
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